Munster Géromé AOC

Porträt:
Wie viele andere französische Käse wurde auch der Munster Géromé von Mönchen erfunden. Im Jahr 660 gründeten Benediktinermönche im Elsass ein Kloster, um das sich schnell ein Dorf bildete. Dieses wurde in Anlehnung an das lateinische Wort für Kloster – Monasterium – Munster genannt. Für ihre Kühe suchten die Mönche die reichhaltigsten Weiden der Vogesen aus. Mit der Zeit drangen sie immer weiter nach Westen vor und ließen ihre Kühe auch jenseits der Höhenzüge in Lothringen grasen, um aus der Milch Munster-Käse herzustellen.

1285 gründeten Elsässer und Lothringer dort zusammen eine neue Stadt namens Sancti Gerardi Mare, die im Volksmund zu Gérardmer – ausgesprochen géromé – wurde. Das Zusammenleben der beiden Völker blieb allerdings nicht lange friedlich. Schon bald hatten die Lothringer sich das Käsemachen abgeguckt und wollten ihren Käse, den Géromé, auf den Märkten nicht vom elsässischen Konkurrenten Munster verdrängen lassen.Auch heute noch heißt der aromatische Weichkäse mit der gewaschenen Rinde östlich der Vogesen im Elsass Munster, während er westlich des Gebirgskamms in Lothringen Géromé genannt wird. Ihre Streitigkeiten haben Elsässer und Lothringer allerdings beigelegt und teilen sich seit 1978 die Appellation d´Origine Contrôlée.

Typisch für den reifen Munster Géromé ist sein aromatischer Geruch. In seiner Heimat wird er oft zu Pellkartoffeln gegessen oder mit Kümmel bestreut. Manchmal findet man auch einen bereits mit Kümmel gewürzten Käse. Dazu passt ein Gewürztraminer oder Pinot Gris aus dem Elsass.
Getränkeempfehlung:
typisch elsässische Getränke wie Bier, Gewürztraminer oder Pinot Gris, aber auch kräftige vollmundige Rotweine wie Côte-Rotie

Küchenempfehlung:
zum Abschluss einer Mahlzeit, zu heißen Pellkartofffeln, in regionalen Rezepten wie Munster-Quiche.

 

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Quelle: www.kaese-aus-frankreich.de