Warum ist Rohmilchkäse wertvoller?

Rohmilchkäse

Bei der Herstellung von Rohmilchkäsen wird die Milch naturbelassen verarbeitet. Sie wird nicht pasteurisiert, sondern gar nicht oder nur auf maximal 40° C erhitzt. So behält der Käse seine natürliche Milchflora. Das Aroma der Region und das Können des Affineurs spiegeln sich in dem unvergleichlichen und individuellen Geschmack wieder. Jeder Rohmilchkäse schmeckt je nach Reifezustand und Jahreszeit anders.

Die Grundvoraussetzung für einen guten Rohmilchkäse ist Milch von allerhöchster Güte. Das beginnt bei der Fütterung. Im Sommer achten die Bauern darauf, dass die Tiere auf den kräuterreichsten Weiden nach Futter suchen. Im Winter ist die Silagefütterung verboten. Außerdem halten die Bauern für bestimmte Käsesorten robustere, an die jeweilige Umgebung bestens angepasste Milchtierrassen, deren Milchleistung allerdings oft geringer ist.

Rohmilchkäse werden entweder direkt auf dem Bauernhof oder in nahegelegenen Käsereien hergestellt, da die Milch ganz frisch verarbeitet werden muss und keine längeren Wege in Kauf billigt. Die für Rohmilchkäse bestimmte Milch wird täglich auf ihre Güte hin analysiert, zusätzlich werden regelmäßige strenge Kontrollen bei den Bauern zur Überwachung der Tiergesundheit durchgeführt. Nur wenn das gewährleistet ist, erhält eine Rohmilchkäserei die Erlaubnis Käse herzustellen.

Kulturgüter der französischen Küche wie der Camembert de Normandie, Comté oder Roquefort, sowie viele weitere Spezialitäten aus Rohmilch, finden Sie natürlich auch in unserer Käsetheke. Die Einzigartigkeit, die Hingabe und Sorgfalt der Bauern ihren Produkten gegenüber, fasziniert uns sehr. Warum für Rohmilchkäse ein höherer Preis gerechtfertigt und notwendig ist, erklärt aus eben diesen Kriterien, die die Bauern und Senner erfüllen müssen und dies gerne tun.